Spurensuche auf der Strecke Harzburg - Stapelburg

Vorab gibt es einen kleinen geschichtlichen Überblick zur Strecke Bad Harzburg - Stapelburg - (Halberstadt):

01.05.1872
Von der Verbindung Halberstadt - Vienenburg der Magdeburger-Halberstädter-Eisenbahn (MHE) zweigt nun eine Seitenlinie von Heudeber-Danstedt nach Wernigerode ab.
20.05.1884
Verlängerung von Wernigerode nach Ilsenburg
01.10.1894
Die Verbindung Harzburg - Eckertal - Stapelburg - Ilsenburg geht in Betrieb.
1945
Die Grenze zwischen der sowjetischen und der britischen Besatzungszone verlaeuft zwischen Stapelburg und Eckertal.
21.05.1955
Die Einstellung des öffentlichen Verkehrs von Bad Harzburg nach Eckertal.
bis zum 11.07.1957
wurde ein Privatanschluss noch bedarfsmaessig bedient
13.08.1961
Mauerbau in Berlin
zum 31.12.1973

erfolgte die offizielle Stillegung der Strecke

1977
Abbau der Gleise
11.11.1989
Oeffnung der Grenze in Eckertal
10.11.1991
Lueckenschlussdemo mit 50 3708 in Stapelburg
01.06.1996
Verbindung Bad Harzburg - Stapelburg über Vienenburg durch neuen Streckenverlauf Vienenburg - Stapelburg.
Eckertal ist nicht mehr angebunden.

(C) 2006: G. Schlender. 




  Ausgangspunkt der Spurensuche: Das Empfangsgebaeude Bad Harzburg.

 

  Die Spurensuche beginnt am 20.07.2006 im Bahnhofsbereich Bad Harzburg (237m.ue.NN.).
Hier ist das Empfangsgebaeude in renoviertem Zustand zu sehen.
Unter dem Dach des Querbahnsteiges steht ein 01 hoch 10 Radsatz.
(C) 2006 G. Schlender.  




  Der Streckenbeginn am Stellwerk:

 
Am Stellwerk Bad Harzburg beginnt der Verlauf der ehemaligen Strecke nach Eckertal in nord-westlicher Richtung.
In grossem ca. 180 Grad Rechtsbogen wird der Zauberberg (258m.ue.NN.) und das "Horn" (269m.ue.NN.) umgangen.
Das ehemalige Streckengleis nach Eckertal dient heute wieder als Ausziehgleis und endet unmittelbar vor einer Bruecke.
(C) 2006 G. Schlender.. 




  Die Bruecke am Zauberberg:

 
Unter dieser Bruecke fuehrte frueher die Strasse am Zauberberg entlang, ueber die auch der Güterbahnhof erreichbar war.
Die Durchfahrhoehe und Breite der Bruecke war sehr begrenzt.
Der Bahndamm wurde einige hundert Meter weiter links fuer eine neue Strassenverbindung zum Zauberberg unterbrochen.
(C) 2006 G. Schlender.. 




  Fundamentreste :

 

In unmittelbarer Nähe der Brücke am Zauberberg sind gemauerte Fundamentreste zu erkennen.
Um 1895 standen die Einfahrsignale aus Richtung Vienenburg und Eckertal ungefähr auf einer Höhe. Durch den späteren Streckenbau nach Oker musste das Einfahrsignal aus Richtung Eckertal zurückverlegt werden., weil es dem Streckenverlauf nach Oker im Wege war. Anmerkung: die Strecken nach Oker und Vienenburg kreuzen sich mittels Brückenkonstruktion.
Anscheinend ist dieses Fundament hinter der Zauberbergbrücke für das neue Einfahrsignal erstellt worden.
Aufnahme 28.07.06
(C) 2006 G. Schlender.




  Der Einschnitt am Bündheimer Friedhof:

 

Wenige hundert Meter weiter ging der Bahndamm in einen Einschnitt ueber.
Besonders fotogen finde ich die Begrenzungssteine zwischen Strasse und Bahneinschnitt
im Bereich des Bündheimer Friedhofes. Blickrichtung: Nord-Osten.
Aufnahme vom 20.07.06
(C) 2006 G. Schlender.




  Bad Harzburgs Urwaelder:

 

Diesen Urwald haben anscheinend andere Eisenbahnfreunde, spielende Kinder
oder Wanderer wieder begehbar gemacht.
Die Aufnahme entstand im Bereich eines grossen Einschnittes noerdlich des "Horn".
(C) 2006 G. Schlender.




  Der grosse Einschnitt:

 

Zur Vermeidung zu grosser Höhenunterschiede wurde ein grosser Einschnitt hergestellt.
Hier ist die alte Bruecke der Bundesstrase 4 über den Einschnitt und der Schatten der "neuen" Bruecke zu sehen.
Die neue Bruecke ist mittlerweile auch schon ca. 30 Jahre alt. Blickrichtung: Osten.
(C) 2006 G. Schlender.




  Die B4 Bruecken:

 

Die entgegengesetzte Blickrichtung, jetzt von Osten nach Westen geschaut, zeigt nun im Hintergrund
beide B4 Brücken.
(C) 2006 G. Schlender.




  Stuetzmauerreste:

 

Fast unterhalb der alten B4 Bruecke sind auch noch Stuetzmauerreste zu erkennen.
Der Weg ist hier wieder unbeschwerlicher.
(C) 2006 G. Schlender.




  Die erste Bruecke bei Westerode (Blickrichtung Norden):

 

"Hiforianer" (Leser des historischen Forum´s bei Drehscheibe Online) werden dieses Bild wiedererkennen:
Im Forum wurde es als "Brueckenraetsel" von mir eingestellt: es zeigt erste Steinbogenbruecke bei Westerode,
die wiederum nur einige hundert Meter oestlich vom großen Einschnitt entfernt ist.
Im Hintergrund ist die Dorfkirche Westerodes zu erkennen.
(C) 2006 G. Schlender.




  Ein Hinweis fuer Wanderer:

 

Wanderer auf dem Harzburger Ringwanderweg werden hier an die ehemalige Eisenbahnlinie
Bad Harzburg / Ilsenburg erinnert.
Fuer Wanderfreunde ist hier der Link zum Wanderweg:
http://www.bad-harzburg.de/main_wandern_ringwanderweg.htm
(C) 2006 G. Schlender.




  Die Bruecke bei Westerode (Blickrichtung Sueden):

 

In suedlicher Blickrichtung ist der Butterberg hinter dem Bahndamm zu erkennen.
Dahinter am oberen Bildrand sieht man die "Cannossa-Sauele" von 1877, die auf dem Burgberg (482m) steht.
Diese erinnert an die Bismark Rede von 1872 und den Gang des Kaisers Heinrich d. IV 1077 nach Cannossa.
Auf dem Burgberg sind heute noch Reste der Harzburg vorhanden.
(C) 2006 G. Schlender.




  Der Bahndamm mit Blick zum "Kreuz des deutschen Ostens":

 

Dieses ist der Blick vom Bahndamm in der Nähe der Brücke in Richtung Sued-Osten:
Im mittleren Bildbereich ist der Rücken des Butterberges zu sehen, hinter dem Bad Harzburg liegt.
Im Hintergrund steht auf den Uhlenkoepfen das "Kreuz des deutschen Ostens".
Dieses Mahnmal und beliebte Wanderziel steht seit dem 15.09.2000 als Stahlkonstruktion wieder,
nachdem das erste Kreuz aus Laerchenholz nach 48 Jahren
am 04.03.1998 einem Orkan zum Opfer fiel.
(C) 2006 G. Schlender. 




Posten 12:

 

Hier ist der Posten 12 zu sehen, der gegenueber der Quellesiedlung bei Westerode lag.
Links neben der Kreisstrasse befand sich der Haltepunkt Westerode.
Quelle: Sonderausgabe 100 Jahre Harzburger Zeitung
  http://www.goslar-zeitung.de/





  Die Bruecke hinter dem Bogenschiessplatz:

 

Diese Brücke hat schon arg gelitten, Steine der seitlichen Verblendung und des Bogens fehlen.
Blickrichtung Sueden, Aufnahme: 06.09.2006
(C) 2006 G. Schlender.




  Der Durchlass im heinischen Bruch:

 

Die Auflager des frueheren Durchlasses ueber einen Bach im heinischen Bruch
sind eigenartigerweise mit Geländern versehen worden. Die Bahn verlief von rechts nach links.
Dahinter ist ein Geländer für einen parallel verlaufenden Durchlass für den Feldweg zu erkennen.
Im Hintergrund liegt wieder der Butterberg.
(C) 2006 G. Schlender.




  Der Streckenrueckbau im heinischen Bruch:

 

Erst 1977 wurde die Strecke nach Eckertal abgebaut.
Mit freundlicher Genehmigung des Bildautoren.
(C) 2006 A. Giogoli.




  Die Bruecke im heinischen Bruch:

 

Am 10.09.2006 endete die Erkundungstour fuer diesen Tag an diesem Brückenrest im heinischen Bruch.
Am Waldrand im Hintergrund verlaeuft die alte B6 von Bad Harzburg nach Eckertal.
Besondere Grüsse sende ich an dieser Stelle an die Eisenbahnfreunde und "Bahnwanderer" aus Goettingen,
die sich ebenso fuer diese Strecke interessierten.
(C) 2006 G. Schlender.




  Posten 11:

 

Der ehemalige Posten 11 befand sich am Schnittpunkt der Bahnlinie Harzburg - Eckertal
mit der Kreisstrasse von Bettingerode nach Eckertal. So sah der Posten am 20.07.06 aus.
Der Schienenstrang verlief etwa in dem Bereich, in dem heute die grosse Birke steht.
(C) 2006 G. Schlender.




  Am Posten 11 in frueheren Zeiten:

 

Aus Richtung Eckertal kommend ist hier eine P8 mit vierachsigem Packwagen
und preussischen Abteilwagen zu sehen. Statt Auto fuhr man damals oft noch Motorrad.
Quelle: Sonderausgabe 100 Jahre Harzburger Zeitung
  http://www.goslar-zeitung.de/




  Die Bruecke im Schimmerwald:

 

Dieser Brückenrest befindet sich im Schimmerwald in der Nähe der Kreisstrasse nach Bettingerode.
(C) 2006 G. Schlender.




  Noch eine Bruecke im Schimmerwald:

 

Kurz vor Eckertal in der Nähe der ehemaligen Muna im Schimmerwald ist diese Brücke zu finden.
(C) 2006 G. Schlender.




  Abzweig zur Muna:

 

Kurz vor dem Bahnuebergang ueber die alte B6 befand sich die Ausweichanschlussstelle
zur ehemaligen Muna. Deren Sprengung 1945 erzeugte eine Druckwelle, durch die das ca. 6km
Luftlinie entfernte Buntglasfenster im Bahnhof Bad Harzburg zerstört wurde.
(C) 2006 G. Schlender.




  Der Bahnuebergang ueber die B6:

 

Ca. im Winkel von 45 Grad kreuzte die Bahn die ehemalige B6. Blickrichtung zum Bahnhof Eckertal.
Die Bahntrasse verlief rechts parallel zum Weg.
(C) 2006 G. Schlender.




  Historische Ansicht des Bahnuebergangs ueber die alte Fernstrasse 6:

 

Aus Richtung Bad Harzburg kommend verlief die Bahntrasse von rechts nach links,
hier kurz vor Eckertal. Die Strasse führt nach Bad Harzburg.
Interessant sind die quer liegenden Andreas Kreuze.
Mit freundlicher Genehmigung des Bildeigentümers.




  Der Bahnhofsvorplatz Eckertal heute:

 

Hier ist der Bahnhofsvorplatz Eckertal inklusive Empfangsgebaeude zu sehen.
Aufnahme: 20.07.2006
(C) 2006 G. Schlender.




  Bahnhof Eckertal heute:

 

So sieht das EG Eckertal heute von der Gleisseite aus.
Links ist der Prellbock eines Abstellgleises zu sehen. Aufnahme: 20.07.2006
(C) 2006 G. Schlender.




  Bahnhof Eckertal mit Nebengebaeuden heute:

 

Das EG Eckertal mit den Nebengebaeuden. Rechts war anscheinend die Wartehalle.
Vorn in der Mitte lagen wahrscheinlich Arbeitsraeume des Bahnpersonals.
Aufnahme: 20.07.2006
(C) 2006 G. Schlender.




  Bahnhof Eckertal 1894:

 

Der Eroeffnungszug lockte sehr viele Menschen an.
Einweihungsfeier der Strecke Harzburg - Ilsenburg 1894 in Eckertal.
Reproduktion des im Bahnhof ausgehaengten Bildes.
Quelle: Sonderausgabe 100 Jahre Harzburger Zeitung
  http://www.goslar-zeitung.de/




  Die Bahnhofsuhr:

 

Die Bahnhofsuhr wurde liebevoll wieder nachgebildet.
Der Bahnhof liegt nur 6m höher, als der Bahnhof Bad Harzburg.
(C) 2006 G. Schlender.




  Der Lehrer steigt aus:

  Der letzte Fahrgast nach Eckertal war der Lehrer, der täglich zum Unterricht an- und abreiste.
Für Ihn wurde dem Güterzug nach Eckertal extra ein Personenwagen beigestellt.
Zuvor fuhren u.a. Zuege mit der Bespannung P8, 4 achsiger Packwagen und einem 4 achsigen Abteilwagen.
Bildmaterial hierzu wird gesucht.




  Historischer Personenzug Harzburg - Eckertal:


  Die Bild zeigt den Bahnhof Eckertal aus westlicher Richtung.
Davor steht aller Wahrscheinlichkeit nach eine 93 des BW Goslar oder des BW Halberstadt.
Der Aufnahmezeitpunkt ist mir nicht bekannt.
Mit freundlicher Genehmigung des Bildeigentümers.




  Die Bruecke in Eckertal:

 

Folgt man diesem Wander - Weg in Eckertal zwischen den Brueckenwiderlagern hindurch,
kann man die Eckertalsperre erreichen. Dieser Brückenrest liegt direkt neben dem Wendeplatz
von Eckertal, bis zu dem man mit dem PKW oder Bus fahren kann.
(C) 2006 G. Schlender.




  Die Eckerbruecke:

 

Der Blick aus dieser Perspektive (Westufer) war offiziell jahrzehntelang nur Beamten des Bundesgrenzschutz
vorbehalten, da die Ecker die Grenze zwischen der Bundesrepublik-Deutschland und der DDR war.
Die Aufnahme entstand ca. 16 Jahre nach der Wiedervereinigung am 16.09.06.
(C) 2006 G. Schlender.




  Die Eckerbruecke:

 

Auf der Bruecke über die Ecker sind am 16.09.06 sogar noch Gleisreste zu finden.
(C) 2006 G. Schlender.




  Die Eckerbruecke:

 

Mit einfachen Mitteln wurde das Befahren des Gleises über die Brücke zunächst verhindert.
Dieses Provisorium dürfte mittlerweile 61 Jahre alt sein.
(C) 2006 G. Schlender.




  Der Bahnhof Stapelburg:

 

Am 20.07.06 präsentierte sich der ehemalige Bahnhof Stapelburg in schönem Sonnenlicht.
Neben dem rechten Baum verlief das Bahnsteiggleis.
Im Vordergrund ist die alte B6 zu sehen. Das Gleis kreuzte diese über einen unbeschrankten Bahnübergang.
(C) 2006 G. Schlender.




"Home - STARTSEITE"

      "Anfang der Seite!"

    "Vorherige Seite!"

"Weiter!"


(C) 2001 - (C) 2009 G. Schlender.
Mailadresse: Webmaster@Voll-Dampf.de
Letzte Änderung 29.10.08